St.Anton
an der Jeßnitz


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150 Kinder und die Artenvielfalt

Im Zuge des internationalen Tages der Biodiversität beschäftigten sich österreichweit rund 6000 Naturparkschulkinder mit dem Thema "Landschaften voller Tonkünstler" - auch die Kinnder aus den Schulen im Naturpark Ötscher-Tormäuer waren mit vollen Tatendrang dabei.

Die Kooperation zwischen den Naturparkschulen, den Naturvermittlern und dem Naturpark Ötscher-Tormäuer wurde in den vergangenen Jahren gepflegt, und Schritt für Schritt intensiviert.

Die bisher größter gemeinsame Aktion war der Projekttag zum Tag der Artenvielfalt. An die 150 Kinder aus den Volksschulen Gaming, St. Antno, Puchenstuben, Annaberg und Mitterbach trafen sich am 19.06.20109 auf der Ötscher-Basis in Wienerbruck, um gemeinsam den Tonkünstlern ihrer Heimat auf die Schliche zu kommen. In einem Stationsbetrieb, auf dem Gelände des Naturparkzentrums, wurden unter anderem die Frösche und Unken im Biotop besucht, der Gesang der heimischen Vogelwelt erforscht und die Geräusche der Insekten hörbar gemacht. Der Kreativität freien Lauf lassen konnten die Kinder bei dem Formen von Tonkunstwerken und dem Bau von Instrumenten aus Naturmaterialien. Betreut wurden die Stationen von den Naturparkvermittlern und UmweltpädagInnen des Naturparks.

Als Besonderheit erwies sich der Bau von Fledermauskästen aus regional hergestellten Bausätzen, welche in weiterer Folge im Naturpark und den Schulgärten aufgehängt und von den Kindern beobachtet werden. "Nachdem immer mehr Dachböden verschlossen und alte Bäume umgeschritten werden, fallen viele natürliche Habitate der Fledermäuse weg. Diese Fledermauskästen tragen somit direkt zum Artenschutz bei. Vor allem Fledermausarten die in Spalten Leben, wie zum Beispiel das Graue und Braune Langohr können durch die Kästen gefördert werden." weiß Katja Weirer vom Naturpark.

Finanziert wurden die Bausätze durch die Spende der Startgelder der Ötscher-Attack "Ohne diese großzügige Spende der naturbewussten SchneesportlerInnen der Ötscher-Attack in Lackenhof, hätten wir diese Station nicht in dem Ausmaß durchführen können. Wir sehen es in unserer Verantwortung das Geld in einem sinnvollen Rahmen auszugeben und ich glaube das ist uns gelungen." so Florian Schublach. Am 14.03.2020 wird die zweite Auflage der Ötscher-Attack in Lackenhof am Ötscher stattfinden.
Details unter: https://www.oettack.at/

Der Bau der Fledermauskästen wird jetzt in das fixe Umweltbildungsprogramm des Naturparks aufgenommen und kann für Gruppen auf der Ötscher-Basis gebucht werden. Auch die Bausätze sind dort erhältlich. "Ein solcher Fledermauskasten sollte in keinem Garten oder Haus fehlen. Außerdem macht das Zusammenbauen Spaß und kann auch zuhause mit der Familie leicht durchgeführt werden.", sagt Katja Weirer.

"Neben dem inhaltlichen Wissen, das die Kinder aus so einem Projekttag mitnehmen ist vor allem die soziale Komponente ganz wichtig. Die Gruppen die wurden sowohl vom Alter als auch von der Schule her gut durchgemischt. So lernen sich die Kinder kennen und die Grenzen zwischen den Gemeinden verschwimmen.", sagt Katharina Berger von der VS Annaberg.

Solche Projekte gemeinsam mit den Naturparkschulen zählen zu den Hauptaufgaben der Naturparkarbeit. Die Säulen Bildung und Schutz der Naturparkphilosophie können so gut bearbeitet werden. "Besonders möchte ich mich bei den Lehrerinnen der Schulen und den NaturvermittlerInnen bedanken. Ohne ihren Einsatz für die gemeinsame Sache könnten wir solche Aktionen nicht durchführen." so Florian Schublach vom Naturpark.

Die Planung für die Zusammenarbeit zwischen Naturpark und Schulen für das kommende Schuljahr sind bereits gestartet.

Weitere Infos zur Aktion und zum Naturpark Ötscher-Tormäuer gibt es unter www.naturpark-oetscher.at oder 02728 / 21 100.


Projekt Hochlagenobst - Sommerveredelung am Freitag 12. Juli 2019

Presseinformation 01.07.2019

Im Zuge des Projekts Hochlagenobst veranstaltet der Naturpark Ötscher-Tormäuer eine Praxisveranstaltung zum Thema Sommerschnitt und Sommerveredelung im Naturparkzentrum Ötscher-Basis.

Wer denkt Veredelung und Obstbaumschnitt ist eine Winter- bzw. Frühjahrsarbeit, liegt nicht ganz richtig. In bestimmten Fällen sollten Obstbäume auch im Sommer geschnitten werden. "Vor allem junge, sehr vitale oder starkwüchsige Bäume werden gerne im Sommer geschnitten, um das Wachstum entsprechend einzustellen." weiß Obstbaumwärter Heribert Pfeffer vom Naturpark.

Auch das sogenannte okkulieren oder "äugeln" wie der Volksmund dazu sagt, ist eine Aufgabe, die mitten im Sommer gemacht wird. "Durch die Sommerveredelung können auch alte oder vergreiste Bäume vermehrt und deren Bestand somit gesichert werden." so Pfeffer weiter.

Zielgruppe für die Veranstaltung sind alle Menschen, die eigene Obstbäume besitzen und sich gerne mit damit beschäftigen. Als Referent wird Georg Schramayr durch den Nachmittag  führen.

Anmeldung und weiter Info wie gewohnt unter 02728 21 100 oder www.naturpark-oetscher.at

Kurskosten: € 20 pro Person

Termin: Freitag, 12. Juli 2019 14:00 - 18:00 Uhr

Kursort: Naturparkzentrum Ötscher-Basis, Langseitenrotte 140, 3223 Wienerbruck


Neophytenbekämpfung im Naturpark Ötscher-Tormäuer

Presseinformation 01.07.2019

Am 28.06.2019 fand im Bereich Stausee Wienerbruck und Lassingschlucht eine Naturparkaktion zum Thema Neophyten durch das TEAM ÖTSCHER statt. Eine Gruppe aus zwölf Freiwilligen versuchte das Drüsige Springkraut an mehreren Stellen zu beseitigen und so dessen Ausbreitung einzudämmen.

Dank des Einsatzes mehrerer engagierter Bürgerinnen konnte ein erster Schritt in Richtung der Bekämpfung von Neophyten in Wienerbruck gestartet werden. Am Westufer des Wienerbrucker Stausees und im oberen Bereich der Lassingschlucht hat das Drüsige Springkraut bereits größere Bestände gebildet. Die Pflanze vermehrt sich sowohl über wurzelschlagende Pflanzenteile, als auch über die aus den Samenkapseln geschleuderten Samen. Im Naturpark gibt es insgesamt drei unterschiedliche Springkrautarten, wobei nur eine davon, das Großblütige Springkraut tatsächlich heimisch ist. Das drüsige Springkraut bildet große Bestände und verdrängt mancherorts dadurch autochthone Pflanzen wie zum Beispiel die Feuerlilie.

"Bei unserer Aktion mit dem TEAM ÖTSCHER haben wir in zwei Gruppen größere Flächen des Springkrautes ausgerissen. In einem frühen Wachstumsstadium lassen sich die Pflanzen leicht samt den Wurzeln aus dem Boden ziehen. Danach wurden die Pflanzen zum Trocknen aufgelegt und anschließend kompostiert. Das geht so natürlich nur solange die Pflanzen noch keine Samen gebildet haben." sagt Florian Schublach vom Naturpark Ötscher-Tormäuer.

Als größeres Problem als das Springkraut zeigt sich jedoch der Japanische Knöterich. "Während immer wieder beobachtet wird, dass Springkrautbestände wieder zusammenbrechen oder heimische Pflanzen wie die Pestwurz sich durchsetzt, ist gegen den Japanischen Knöterich derzeit noch kein Kraut gewachsen." so Schublach.

an vielen Gewässern in den Bezirken Lilienfeld und Scheibbs zeigt sich, dass Flussläufe teilweise auf großen Strecken komplett mit dem Knöterich überwuchert sind´. "Der Knöterich ist insofern ein Problem dass er fast nicht mehr wegzubringen ist. Schon ein kleines, im Boden verbleibendes Stück Wurzel reicht, um wieder eine Pflanze wachsen zu lassen. Die Pflanze entzieht dem Boden sehr viel Energie und wächst extrem schnell und gibt somit heimischen Pflanzen keine Chance."


Naturpark zum Mitmachen!

Pressemitteilung 04.06.2019

Der Naturpark Ötscher-Tormäuer ist mit rund 170 km² der größte Naturpark Niederösterreichs. Seine einzigartige alpine Landschaft ist Heimat von vieler Tier- und Pflanzenarten, die zum Teil durch unterschiedliche Einflüsse stark bedroht sind.

Vor allem gewässernahe Bereiche wie Bachufer, Niedermoorflächen oder Schotterbänke sind besonders sensible Lebensräume. Immer wieder kommt es vor, dass eingeschleppte Arten - sogenannte Neophyten - aus Hausgärten entfliehen und sich entlang von Gewässern stark ausbreiten. Diese Neophyten sind oftmals eine Bedrohung für heimische Pflanzen, da sie konkurrenzstärker sind und so ansässige Arten verdrängen.

Diese Problematik gibt es auch im Naturpark Ötscher-Tormäuer an unterschiedlichen Stellen. So breitet sich zum Beispiel entlang der Lassing und im Winerbrucker Stausee das drüsige Springkraut und auch der japanische Staudenknöterich aus. Von dort aus werden dann die Samen oder Rhizome dieser Arten weiter flussabwärts in die Erlauf und die Tormäuer geschwemmt.
"Es ist Zeit hiergegen etwas zu unternehmen. Leider breitet sich das Springkraut und teilweise auch der Knöterich immer weiter. Auch in der Lassingschlucht oberhalb der Ötschergräben haben wir das Sprungkraut schon gefunden." sagt Florian Schublach vom Naturpark Ötscher-Tormäuer.

Am Nachmittag des 28.06.2019 organisiert der Naturpark Ötscher-Tormäuer unter den Namen TEAM ÖTSCHER eine erste Neophyten-Bekämpfungs-Aktion am Stausee Wienerbruck und in der oberen Lassingschlucht. Zum einen sollen die invasiven Arten entfernt und entsorgt werden, zum anderen auch das Seeufer von Müll und anderen Hinterlassenschaften befreit werden. Mitzubringen sind nur Gummistiefel, Arbeitshandschuhe und Lust an sinnvoller Arbeit in der Natur.

"Das TEAM ÖTSCHER ist eine Plattform von und für engagierte Menschen, denen der Naturpark Ötscher-Tormäuer  und die gesamte Region am Herzen liegt. Ob Alt oder Jung, Groß oder Klein, von Nah und Fern - alle sind herzlich willkommen sich an der Aktion und am Team Ötscher zu beteiligen. Natürlich sorgen wir für Werkzeug und Verpflegung und wenn das Wetter passt, werden wir den Tag am Lagerfeuer ausklingen lassen." so Schublach.

Info und Anmeldung findet man unter (klicke hier) oder 02728 / 21 100


Neues Mobilitätsangebot im Naturpark Ötscher-Tormäuer

Presseinformation 30.05.2019

Mobilität und öffentliche Anreise, ist auch für Wanderer im Naturpark Ötscher-Tormäuer ein wichtiges Thema. In einer Kooperation zwischen den Naturparkgemeinden, dem Naturpark und der Mariazellerbahn wird ein Wanderbus auf der Panoramastraße eingerichtet. Dieser Bus verkehrt zwischen 01. Juni und 29. September immer Samstags, Sonntags und Feiertags zwischen Puchenstuben, Sulzbichl, Trübenbach, Erlaufboden und Wienerbruck laut Fahrplan und kann maximal 8 befördern. Gruppen über 8 Personen müssen sich im Naturparkzentrum Ötscher-Basis mindestens einen Tag zuvor anmelden.

Durch diesen Bus werden weitere sehr attraktive Wanderungen wie zum Beispiel der Trefflingfall - Vordere Tormäuer - Trübenbach, oder auch Ötscher-Basis - Hintere Tormäuer - Erlaufboden besser erschlossen. Auch der Lückenschluss zwischen Erlaufboden und Wienerbruck oder Puchenstuben und Sulzbichl kann durch den Bus gewährleistet werden.

"Die Wanderer können durch den Bus wieder zu ihrem Ausgangspunkt zurückgebracht werden oder noch besser, ganz ohne eigenes Auto in den Naturpark reisen. Der Fahrplan ist gut mit den Zügen der Mariazellerbahn abgestimmt." weiß Florian Schublach vom Naturpark.

Der in die Jahre gekommene Bummelzug wird durch diesen Wanderbus ersetzt. Für Gruppen die gerne die wunderschönen Aussichten der Panoramastraße genießen möchten wird gerade an einer Lösung mit einem Nostalgiebus gearbeitet.

Alle Infos zu Fahrzeiten und Preisen finden sich auf der Homepage des Naturparks (klicke hier) oder
unter 02728 / 21 100.